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  • Eva

Interview with Weit & Breit Magazin (German)

Weit & Breit ist ein unabhängiges Magazin, welches dazu einlädt lädt, deutsche Manufakturen und außergewöhnliche Läden zu entdecken. Vielen DANK für das Interview und eure wundervolle Arbeit

Beschreibe dein Label/Unternehmen:

Nalu Project ist ein Unternehmen, das alte Neorpenanzüge vor

der Mülldeponie rettet. Diese werden in liebevoller Handarbeit zu Laptoptaschen, Tablet- und Handyhüllen, Portemonnaies, Kulturtaschen etc. transformiert.


Wie bist du / seid ihr auf die Idee gekommen? Erzählt uns etwas zur Entstehung:

Das Projekt wurde in Portugal ins Leben gerufen. Dort habe ich als leidenschaftliche Surferin einige Jahre gelebt. Die Konfrontation mit den Unmengen an Müll, der alleine durch die Surfindustrie entsteht, hat mich nicht in Ruhe gelassen. Jedes Jahr landen Tonnen an giftigen, alten Neoprenanzügen auf Mülldeponien. Ganz zu schweigen von Surfboards, Wachs, Finnen, Leashes, etc....So habe ich angefangen die Leben der Neos durch Reparaturen zu verlängern und die nicht-reparablen zu Taschen und Accessoires zu vernähen.


Was ist das Besondere an deinem/eurem Label/Unternehmen?

Das Besondere an dem Label ist die message: „don’t waste your waste“. Es verfolgt weniger

unternehmerische Interessen, als das Herzensanliegen, diese Botschaft durch kreative Inspirationen und liebevolle „wake-up-calls“ zu verbreiten.


Worauf legst du / legt ihr am meisten Wert?

Am meisten Wert lege ich darauf, so viel Material wie möglich von einem Anzug zu benutzen, sodass möglichst wenig im Müll landen muss. Dass durch Upcycling jedes Endprodukt zum Unikat wird, ist ein toller Nebeneffekt. Zudem liebe ich das Spiel mit Farben und anderen ausrangierten Stoffen.


Was inspiriert dich?

Menschen, die mutig und authentisch ihrem Herzen folgen und dadurch Großartiges erreichen. Doch die größte Inspiration für mich ist und bleibt die Natur selbst. Wenn wir uns wieder vollständig mit ihr verbinden und genau lauschen und beobachten, finden wir alle Antworten.


Welche Hürden und Herausforderungen hast du / habt ihr gemeistert?

Die größte Herausforderung war es wohl, herauszufinden, wie sich das dicke, elastische Material am besten verarbeiten lässt. Zudem muss jeder Neo vor der Verarbeitung GRÜNDLICH gewaschen werden. Und selbst dann ist Sand ein ständiger Begleiter in der Nähmaschine.


Gibt es ein paar herausragende Meilensteine?

Die ersten Jahre war Nalu Project an der Algarve zu Hause. Die regelmäßigen Beach Clean Ups, die ich dort mit einer Freundin organisiert habe, gehören definitiv zu den Meilensteinen.


Gibt es kommende Projekte oder Pläne, von denen du berichten möchtest / ihr berichten möchtet? 

Der neue Sitz von Nalu Project ist in meiner Heimat Gernsbach (Nordschwarzwald), wo es mittlerweile einige tolle, nachhaltige Labels gibt. Gemeinsam planen wir Clean Up Aktionen am Murgufer und an Wanderwegen entlang. Und ganz bestimmt folgen noch einige andere schöne Aktionen.

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